2014 Furcht und Elend des Dritten Reiches

von Bertolt Brecht

Bertolt Brecht schrieb das Stück in den Jahren 1935 bis 1939 in der Emigration. In dreizehn Szenen werden Situationen aus dem Alltag vorgeführt, die zeigen, wie sich Menschen verhalten, die unter diktatorischen Verhältnissen gelebt haben oder noch leben müssen.

Bei unserer Inszenierung haben wir bewusst auf Nazi-Symbole verzichtet! Eine einheitliche Kostümierung, die von Peggy-Sue Kaiser und vielen HelferInnen geschneidert wurde, unterstreicht, dass das Leben unter einer vorgegebenen Ideologie auch heute noch existiert. Die Original-Partitur von Hanns Eisler wurde von Lucian Stamm mit eigenen Elementen zu zwanzig Umbau-Musiken bearbeitet.

Jüdische Frau Peggy-Sue Kaiser
Die Frau Pia Soltendieck
Der Mann/Arbeiter Mahn/Fenn Jakob Neef
Anna/Mutter Katharina Metzen
Theo/Fritz/Junger Arbeiter Paul Seydell
Minna Lincke Bala Tofik
Herr Francke/Hans/Max/Hugo Lutz Heissler
Franz/Gerichtsdiener/Pfarrer Florian Greß
Erster Kranker/Spitz Benjamin Trippe
Zweiter Kranker/Herr Claasen Nicholas Zörner
Die Schwester Ann-Sophie Vossmann
Der Chirurg/SA-Mann Jan Wickenhäuser
Erste Assistentin/Frau Dietz/Frau

Lilli Roser

Zweite Assistentin/Kind/Mari Tosca Schwehn
Ansagerin Anna Hausmann
Sedelmaier/SA-Mann/Fey/Alter Arbeiter Lucian Stamm
Arbeiterin Schmidt/Junge Frau Thea Heck
Frau vom Büro/Willi/Emma Carola Paha
Luise Luisa Hindenlang
Amtsrichterin Goll Luna Arnold
Tallinger/Lars Tobias Nagel
Martha Fenn Irina Merz
Frau Claasen Friederike Stock
   
Regie-Assistentin Felicitas Melchinger
Technik Hans Bäckel/Robin Kalus/
  Tim Stoll/ Jan Würthwein
Bühnenbau Philippe Heyl/Hugi Hugel
Graphik Peter Brümmer
Feen Michaela Kalus/Waltraud Schlindwein
   
Regie Birgit Voigt
   
   
   

Kommentar zur Rezension von Konstantin Maier in der BNN vom 11.2.2014:

 

EINFACH NUR PEINLICH!

 

Der erste inhaltliche Fehler findet sich bereits im zweiten Satz: Theo und Anna in der Szene „Das Kreidekreuz“ sind nicht verheiratet.

Der dritte Satz verfügt über einen inhaltlichen Fehler („Ein Richter“ – die Inszenierung besetzte diese Rolle weiblich) und einen Rechtschreibfehler: „was Recht und Unrecht ist“.

Im vierten Satz wird der Vorname des Autors falsch geschrieben.

Im elften Satz wird die Unkenntnis des Rezensenten gravierend deutlich: „Ganz im Sinne von Brechts „Epischen Theaters“ wird die sogenannte „Dritte Wand“ gleich durchbrochen.“ Grammatikalisch und inhaltlich einfach falsch: Eine sog. Guckkasten-Bühne hat eine Rückwand und zwei Seitenwände. Die "4. Wand" ist die gedachte Wand zum Publikum. Wenn nun der Schauspieler das Publikum direkt anspricht, dann durchbricht er die 4.Wand! (Die Theater-AG hätte schon eine Abrissbirne gebraucht, um die „dritte Wand“ zu durchbrechen!)

Danach wird die Voigt falsch zitiert: Ich habe dem Rezensenten in der Pause erklärt, weshalb wir auf Nazi-Symbole verzichtet  und  weshalb wir eine – selbstgeschneiderte -  einheitliche Kostümierung gewählt haben: Es geht eben nicht nur um die Lebensbedingungen „unter einem faschistischen Regime“! Wir wollen mit unserer Inszenierung deutlich machen, dass „Furcht und Elend“ den Alltag der Menschen auch in heutigen Diktaturen bestimmen!

Wir haben auch keine „Sequenzen“, sondern Szenen gespielt. Die „kurzen Gedichte“ sind im Epischen Theater  inhaltliche Zusammenfassungen vor den Szenen (Spruchbänder), um dem Publikum eine distanzierte Rezeption zu verschaffen. Der darauf folgende Satz: „Die Protagonisten treten jeweils in einer schlaglichtartigen Szene auf.“  - verstehe ich (und wohl auch der Autor) nicht!

Daran schließen sich aus dem Zusammenhang gerissen und natürlich ohne Quellenangabe! – etliche Politiker lassen grüßen! -  8 Zeilen Wikipedia zur Szene: Rechtsfindung (http://de.wikipedia.org/wiki/Furcht_und_Elend_des_Dritten_Reiches) an! Na prima!

Aber immerhin war Konstantin Maier auf der theater-am-mpg.de –Seite und hat erfahren, dass Florian Hertweck mal in der Theater-AG war. Schön, das war ja vielleicht lieb gemeint, aber  schlecht recherchiert, denn  „Bob Dylan“ ist in dieser Spielzeit  schon vorbei.

 

 

Birgit Voigt

Kommentar von Prof. Jan Knopf2.doc
Microsoft Word-Dokument [392.5 KB]